Fordern und Fördern

Förderkonzept in Mathematik und Deutsch

Kinder an die Hand nehmen, sie individuell dort abholen, wo sie nach dem Schritt an die weiterführende Schule stehen – das ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

Wir wissen, dass unsere neuen THGlerinnen und THGler stets mit ganz verschiedenen Stärken und auch Unterstützungsbedarfen in unsere Schulfamilie eintreten. Nach mehr als einem Jahr des Lernens unter Corona-Bedingungen starten in diesem Jahr jedoch unsere künftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler möglicherweise mit noch unterschiedlicheren Lernvoraussetzungen an unserer Schule, als es sonst der Fall ist. Durch längere Zeiten im Wechselmodell und im Distanzlernen sind bei einigen Schülerinnen und Schülern vielleicht Rückstände im Lernprozess entstanden, die es nun aufzuholen gilt.

Mit „Plus“ und „A la carte“ haben wir für die Kernfächer Mathematik und Deutsch ein Förderkonzept für das kommende Schuljahr entwickelt, mit dem wir unseren neuen Schülerinnen und Schülern ermöglichen möchten, eventuelle coronabedingte Lernrückstände aufzuholen und dies möglichst individuell, intensiv und effektiv!

Wie sieht das Konzept aus?

In den Fächern Mathematik und Deutsch findet zu Beginn des Schuljahrs eine gründliche Bestandsaufnahme statt, die individuelle Stärken, aber vor allem auch mögliche Unterstützungsbedarfe der Schülerinnen und Schüler sichtbar machen.

Spätestens nach den Herbstferien startet das eigentliche Förderprogramm.

Im Fach Mathematik haben wir eine zusätzliche Unterrichtsstunde eingerichtet, mit der wir die Stundenzahl von vier auf fünf erhöhen. Durch diese „Plusstunde“ entsteht für alle Schülerinnen und Schülern mehr Lernzeit zum Wiederholen, Üben und Vertiefen. Spätestens nach den Herbstferien soll hier möglichst in kleineren Lerngruppen auf unterschiedlichen Niveaus gezielt trainiert und gearbeitet werden.

Im Fach Deutsch, das entsprechend der regulären Stundentafel vierstündig unterrichtet wird, wird ebenfalls jeweils eine Stunde pro Woche als Förder- und Forderstunde in differenziert arbeitenden Lerngruppen organisiert. Auch hier streben wir eine Verkleinerung der Übungsgruppen an.

Darüber hinaus bietet im Nachmittagsangebot ein Förderunterricht „à la carte“ die Gelegenheit, individuell und intensiv an Defiziten zu arbeiten und Kompetenzen zu festigen. Insbesondere im Bereich der Rechtschreibung werden zu gängigen Schwierigkeiten im Laufe des Schuljahres nacheinander verschiedene Module angeboten, die nach Bedarf angewählt werden können. Die Fachlehrkräfte führen eine entsprechende Beratung durch.

Sprachförderung „Deutsch als Zweitsprache“

Das Ziel der Sprachförderung „Deutsch als Zweitsprache“ am THG ist es, die Kompetenz von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache in ihrer Zweitsprache Deutsch zu verbessern, denn der Erwerb der deutschen Sprache bildet eine wesentliche Grundlage für die Integration, einen erfolgreichen Schulabschluss und die gesellschaftliche Partizipation.

Um Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht unserer Schule zu ermöglichen, werden am THG Förderkurse  für neu nach Deutschland zugewanderte Schülerinnen und Schüler angeboten. In kleinen Lerngruppen und entspannter Atmosphäre steht dabei für Kinder mit sehr geringen Deutschkenntnissen der Erwerb  der sprachlichen Handlungsfähigkeit in der deutschen Sprache im Vordergrund. Darauf aufbauend findet für SchülerInnen mit Migrationshintergrund, aber soliden Grundkenntnissen, zusätzlicher Förderunterricht im Fach Deutsch, ebenfalls in Kleingruppen, statt.

Somit leistet das Theodor-Heuss-Gymnasium seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des schulischen Erfolges dieser Kinder.