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Essen wie bei den Römern

Die Erfahrung, sich durch antikes Essen zu probieren, war für uns discipuli et discipulae des 6. Jahrgangs eine spannende Reise in die römische Küche. Viele waren überrascht, wie viele uns bekannte Speisen schon bei den Römern auf der Speisekarte standen.

Das „Festmahl“ fand auf dem Boden liegend oder sitzend und nicht auf Stühlen statt. Wir fühlten uns fast so wie die Römer damals auf ihren Liegen.  Es wurden viele verschiedene Speisen mitgebracht: Neben Datteln, Oliven, Aprikosen und Weintrauben gab es Käse, Eier (teils gefüllt) und römische Mostbrötchen, die auf Lorbeerblättern serviert wurden. Dazu gab es Aufstriche aus Schafskäse, Olivenöl, Nüssen und vielen Kräutern. Einige von uns waren sogar so mutig, dass sie die Fischsauce probiert haben. Die Römer haben nämlich häufig mit garum gewürzt, einer Sauce aus Fischen und ihren Innereine, die über Wochen der Sonne ausgesetzt wurden. Süßspeisen haben das Essen abgerundet. Wir konnten selbstgemachten römischen Käsekuchen, globuli (Hefeklöße) und karamellisierte Datteln probieren.
Beim Essen haben wir uns auch Rezepte aus dem antiken Kochbuch „De re coquinaria“  von Apicius durchgelesen und festgestellt, dass die römische Küche auch sehr ausgefallene Gerichte kannte, die heute kaum noch vorstellbar sind. Zum Beispiel „Gefüllte Gebärmutter eines Wildschweins“ oder „gefüllte Haselmäuse“.
Zu den leckeren Speisen gab es natürlich auch Getränke. Früher wurde oft Wein getrunken. Auch die Kinder tranken Wein, allerdings mit Wasser vermischt, denn das Wasser früher war sehr dreckig und der Alkohol tötet die Bakterien ab. Gegen Abend, wenn beispielsweise noch gefeiert wurde, wurde immer mehr Wasser zum Wein gemischt und die Gäste haben es oft gar nicht bemerkt.
Wenn ihr dachtet, dass die Römer früher nur Brot und Wasser getrunken und gegessen haben, dann wisst ihr jetzt mehr!
Ein Bericht von Matilde, Mathilda, Elsa und Matteo