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Überschlagsimulator und Kartbahn am THG

In strahlender Herbstsonne konnten wir am Mittwoch, dem 30. September 2026, die Verkehrssicherheitsaktion für angehende Führerscheinbesitzer auf dem Schulhof des THG durchführen. Der reguläre Stundenplan für die Oberstufe war ausgesetzt. Stattdessen wurden drei Stationen (ein Ablenkungsparcours, ein Überschlagsimulator und ein Crashtestfahrzeug) in sechs Gruppen nach einem komplexen Plan in jeweils 45 Minuten durchlaufen.


Anfänglich waren die Schüler auf dem Kartparcours etwas zögerlich. Es ging darum, zu erfahren, wie stark das Texten von Nachrichten auf dem Handy beim Fahren ablenkt. Jeder Teilnehmer konnte freiwillig zwei Runden durch die mit Pylonen gestellte Kartbahn fahren, um bei den nächsten beiden Runden mit dem Handy ein Video zu drehen oder eine Nachricht zu schreiben. Zum Ende war neben dem geplanten Aha-Effekt der Spaß am Kartfahren vielen anzusehen. Einige Fahrer räumten, abgelenkt vom Handygebrauch, eine ganze Reihe von Verkehrshütchen ab. Andere waren aber auch schon nach zwei Runden wahre Meister im Multitasking.

Am Crashtestfahrzeug wurden die Jugendlichen eindringlich auf die rechtlichen, finanziellen und persönlichen Folgen eines selbstverschuldeten Unfalls hingewiesen. Auf Fragen des Moderators vom ADAC nach den Kosten, wenn man mit dem Handy beim Fahren erwischt wird (mit Bearbeitungsgebühr aktuell 150 €), wusste niemand eine Antwort. Die gute Nachricht war, dass trotz erhöhten Verkehrsaufkommens und neuer Ablenkung durch Handygebrauch die Zahl der Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr seit den Achtzigerjahren stark abgenommen hat. Durch die baulichen Sicherheitsmaßnahmen an den Fahrzeugen, wie z. B. Knautschzone, Airbag und Sicherheitsgurt, wurde schon viel erreicht. Und es wird weiter geforscht.

Der Rat, ein Verkehrssicherheitstraining beim ADAC mit dem eigenen Fahrzeug zu absolvieren, ist vor allem bei den anwesenden Kollegen gut angekommen. Mit etwas Glück wird solch ein Training auch von der eigenen Kraftfahrzeugversicherung finanziell unterstützt.

Eine weitere Selbsterfahrung wartete am Überschlagssimulator auf alle Gruppen: Am eigenen Leib zu erfahren, sich nur noch am Gurt hängend kopfüber im Auto zu befinden, war sehr beeindruckend. Nach ein bis zwei Runden des langsamen Überschlagens blieb der Wagen dann auf dem Kopf stehen. Viele trauten sich zu, in dieser Stellung bei geöffneter Tür aus dem Fahrzeug auszusteigen. Einigen gelang es wohl auch, durch das Fenster zu entkommen.
Man war sich in den darauffolgenden Diskussionen aber nicht einig, ob man sich im Ernstfall an die vorgeschlagene Methode des Ausstieges erinnern würde. Es bleibt zu hoffen, dass diese Situation nie eintritt.

Den Moderatoren vom ADAC gebührt großer Dank für die anschauliche und kurzweilige Unterweisung an den genannten Stationen. Aber auch sie bedankten sich bei einer interessierten und motiviert aufgetretenen Schülerschaft. Sie fanden den Vormittag, wie auch viele Schüler, gut gelungen, und kommen gern wieder an das THG-Wolfenbüttel.

Niklas:
„Ich fand den Verkehrssicherheitstag sehr gelungen und vor allem den Fokus auf Mitmachaktionen gut. Durch die praktische Übung z.B. aus einem auf dem Kopf stehenden Auto auszusteigen, konnte man eindrücklich lernen, wie man sich in so einer Situation verhalten sollte. Bei mir hatte vor allem das Kartfahren mit dem Handy in der Hand einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da man so wirklich vor Ablenkung im Straßenverkehr gewarnt wurde.“


Britta Petereit