Unsere Reise nach Saint Louis, Missouri
Am Samstag, den 21. März, war es endlich soweit: Für zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12 des THG Wolfenbüttel sowie die Lehrkräfte Herrn Gerke und Frau Hoffmann begann die Reise nach Saint Louis, Missouri. Nach einer insgesamt 36-stündigen Anreise über Frankfurt (Main) und Atlanta, Georgia, erreichten wir erschöpft, aber voller Vorfreude unser Ziel. Mitten in der Nacht wurden wir am Flughafen in Saint Louis von unseren Gastfamilien und dem Deutschlehrer Mr Kirby herzlich empfangen.
Trotz nur zwei Stunden Schlaf startete das Programm am nächsten Morgen direkt in der Schule. Dort erhielten wir erste Einblicke in das amerikanische Bildungssystem und lernten unsere Gastgeber besser kennen. Viele Familien nutzten den ersten Tag für Ausflüge zu lokalen Food-Spots wie Crumbl Cookies oder Chili’s. Doch es wurde nicht nur gemeinsam gegessen – in kleinen Gruppen erkundeten wir zudem Museen und verschiedene Einkaufsmöglichkeiten der Stadt.
Der erste gemeinsame Programmpunkt der gesamten Gruppe führte uns am Freitag zum „Ulysses S. Grant National Historic Site“. Hier erfuhren wir Wissenswertes über das Leben und die Politik des ehemaligen Bürgerkriegsgenerals und späteren Präsidenten der USA Ulysses S. Grant sowie über die politische und gesellschaftliche Situation zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen in einem asiatischen Restaurant ausklingen.
Nationalpark Ulysses S. Grant
Gleich am nächsten Tag stand das Wahrzeichen der Stadt auf dem Plan: der „Gateway Arch“, der das „Tor“ zum amerikanischen Westen symbolisiert. Gemeinsam mit unseren Gastfamilien fuhren wir mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform des riesigen Bogens am Ufer des Mississippi. Von dort aus bot sich uns ein beeindruckender Panorama-Blick über Saint Louis sowie East Saint Louis östlich des Flusses, vom Mississippi über das Old Courthouse bis hin zum Stadion der „Saint Louis Cardinals“, das wir nur wenige Tage später selbst besuchen sollten. Im Anschluss teilte sich die Gruppe auf: Während einige im nahegelegenen Art Museum Kunstwerke bewunderten, besuchten andere den benachbarten Zoo, der als einer der besten der USA gilt.
Das "Tor zum Westen", der Gateway Arch, bei bestem Wetter
Den Sonntag nutzten die meisten für eine ausgiebige Shoppingtour in der Mall. Neben Souvenirs für Freunde und Familie sorgten vor allem die Läden, die es in Deutschland nicht gibt, für große Begeisterung. Da der Alltag für viele Amerikaner wenig Freizeit vorhält, gilt der Sonntag als allgemein üblicher Tag zum Shoppen und Einkaufen.
Das Busch Stadium in St. Louis
Ein sportliches Highlight folgte am Dienstag: das Baseballspiel der St. Louis Cardinals gegen die New York Mets im Busch Stadium mitten in Downtown St. Louis. Mangels Regelkenntnissen wirkte das Geschehen auf dem Platz anfangs etwas langatmig, doch im Laufe der Zeit packte uns das Baseballfieber. Besonders der Home-Run der Cardinals, der mit einem großen Feuerwerk gefeiert wurde, war ein Spektakel. Am Ende freute sich das ganze Stadion über den Heimsieg der Cardinals.
Die St. Louis Cardinals entschieden das Spiel für sich
In den folgenden Tagen begleiteten wir unsere Austauschschüler durch ihren Alltag. Da viele von ihnen nachmittags Leichtathletik („Track“) trainierten, trafen wir uns oft auf dem Sportplatz wieder. Das sonnige Wetter lud dazu ein, selbst beim Training mitzuwirken und neue Sportarten auszuprobieren.
Ihren letzten vollständigen Tag in den USA gestalteten die Familien individuell. Ob bei einem letzten gemeinsamen Essen oder Treffen in der Gruppe – alle genossen die verbleibende Zeit, bevor die Heimreise angetreten werden musste. Der Abschied am nächsten Tag fiel uns allen sichtlich schwer, und es flossen einige Tränen. In den zwei Wochen waren enge Freundschaften entstanden, die das „Goodbye“ sichtlich erschwerten.
Ein letztes Gruppenfoto am Flughafen St. Louis
Die Rückreise gestaltete sich aufgrund unwetterbedingter Verspätungen (am Flughafen in Detroit gab es eine Tornadowarnung...) länger als erwartet und dauerte etwa 24 Stunden. Am Sonntag, den 5. April, endete das Abenteuer schließlich am Braunschweiger Hauptbahnhof, wo unsere Eltern uns wieder in Empfang nahmen. Hinter uns liegt eine unvergessliche Reise, geprägt von internationalen Freundschaften und wertvollen Einblicken in eine andere Kultur – eine Erfahrung, an die wir uns sicher ein Leben lang erinnern werden.

Tornadoalarm!
Vielen Dank an Frau Hoffmann und Herrn Gerke, die uns diese Fahrt ermöglicht haben – und natürlich auch an Mr Kirby, der vor Ort für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt hat!
Text: Lysann Benz
-
Um 20 Uhr ging es in Braunschweig los -
Nachts am Flughafen Frankfurt (Main) -
Gastgeschenke für die Partnerschule Seckman High School -
Seckman High School -
Mr Kirbys Klassenraum -
Hall Pass -
Vor dem ehemaligen Wohnhaus von Ulysses S. Grant -
Mr Kirby, Herr Gerke und Frau Hoffmann -
Die bekannten gelben Schulbusse warten auf die Schüler und Schülerinnen -
Downtown St. Louis vom Arch aus gesehen -
Der Gateway Arch bei Nacht -
Namensgeber der Stadt -
St. Louis liegt an der berühmten Route 66 -
Waffen zum freien Verkauf im Supermarkt - in den USA normal -
Amerikanischer wird's nicht...! -
Am Mississippi, im Hintergrund die erste Stahlbrücke der Welt -
Tornadowarnung in Detroit -
Flughafen Detroit nach dem Tornado-Alarm